Samstag, 19. Juli 2008

welcome back diesmal to PARADISE

sucre war ein angenehmes pflaster. die surreños halten sich jedoch fuer etwas besseres, auch gibts da ein ziemlich rassistisches klima. bei demonstrationen werden indígenas verpruegelt, die alcaldía, die gmeinde-, bzw. stadtverwaltung besitzt eine schwarze liste, unliebsame reporter oder andere anstaendige muessen die stadt verlassen. bolivien wird von einigen wenigen beherrscht. die elite ist besonders stark, deshalb auch die gleichgueltigkeit eines grossteils der bevoelkerung vielem gegenueber. man glaubt schon gar nicht mehr an eine veraenderung. seit der "unabaengigkeit" 1825 hat das land mehr praesidenten als jahre gezaehlt...die bolivianische gesellschafft ist so spannend und interessant. vieles kann man NICHT verstehen, man muss einfach lernen, damit umgehen zu koennen. wenn man etwas moechte, darf man nicht auf fremde hilfe hoffen, man muss das heft in die eigenen haende nehmen. wenn man nach dem weg fragt ist immer eine ganze umfrage notwendig. die leute haben kein problem damit dich anzuluegen oder dir einfach irgendwas zu erzaehlen. bolivien ist eine "ALLES-EINFACH-IRGENDIE-GESELLSCHAFFT". oder auch wenn man etwas erwerben moechte. man muss den verkaeufern selbst glaubhaft machen, dass die das gewuenschte produkt eben doch hinten im regal steht und dass man es kaufen moechte. gut. das trifft nicht immer zu. aber dennoch. in sucre bin ich bei einer wunderbaren familie untergekommen, eine deutsche und ein kanadier, die dort leben.

la paz war die naechste station. die stadt kannte ich ja schon; ein eigentuemlicher fleck, ich war uebergluecklich wieder zurueckzukehren. la paz ist ein gigantischer markt voller sammeltaxis und bussen. eine wuetende guetermenge, ich frage mich echt, von wo dieser ganze kram herkommt, habe es auch versucht rauszufinden, was aber unmoglich ist. la paz ist die wohl die schoenste version eines chaos´. die farben, gerueche und menschen, ich liebe es. die prae-inka-staette tiwanaku war ebenfalls sehr eindrueklich. die inkas uebernahmen alle errungenschaften dieser erstaunlichen altiplano-hochkultur, die ausgekluegelte (z.t. besser als heute!) bewaesserungsysteme ertuefelten, die sterne lesen konnten und riesige staetten errichteten, deren baumaterial, gigantische!! steinbrocken, ueber hunderte von kilometern weis der teufel wie (aber wahrscheinlich mittels wasser-stein-strassen) angeschleppt wurde.
natuerlich ist der opferkult und die sklaverei (was sehr wahrscheinlich doch noch nicht bewiesen ist) sehr fragwuerdig. und genau solche kulturen werden bekannt, waehrend dagegen die friedlichen, in grossfamilienverbaenden organisierten, solidarisch zusammenlebenden mapuche
unbekannt bleiben. schon komisch, dass sich die mehrheit einfach fuer diese arte von expaniv-imperialer kultur viel mehr interessiert...
halsueberkopf oder umgekehrt fuhr ich mit einer amerikanerin und dem kanadier nach coroico, (ueber die route, die als die gefaehrlichste strasse der welt bekannt ist, heute gibts ne neue, bessere und vor allem ungefaehrlichere strasse, vor zwei jahren war das noch nicht so und ein richtiger suizidtrip) wo ein folkloremusikfestival stattfand, immer sucht man hier einen anlass um zu trinken, wie in chile; vater hat geburtstag, die ganze verwandschaft haut auf den putz, bzw. auf die leber, grossmutter gestorben,..ein besaeufnis, das seinesgleichen sucht, und so gehts weiter, es gibt IMMER einen anlass um zu trinken. in bolivien ist der alkoholismus ebenfalls wirklich ein schwerwiegendes problem.
coroico war ne richtige oase, wir fuehlten uns wie im himmel mit dem angenehm milden klima, der dschungelhintergrundkulisse (die geraeusche, gerueche, farben!) und der paradisischen bleibe. haesslich war nur die drei-klassen-aufteilung im festival(eigentlichfussball)sagenwirnunmalstadion. die dritte klasse wie immer masslos ueberfuellt, die zweite und erste klasse war leer und ohne leben und parti, das war ziemlich peinlich...und im popular-sektor konnte man nicht mal tanzen, war quetschevoll, trotzdem ne super stimmung.

von da aus zogs mich weiter richtung cochambamba, genauer gesagt nach independencia, wo angeblich die bolivianische revolution angefangen haben soll. da gabs ne RICHTIGE folkloreparti, mit karnevalartiger, grossartiger stimmung. ebenfalls ein volksbesaeufnis. das ganze jahr ultimativ hart schufften und dann das. die zwei extreme. man trank chicha, ein alkoholisches maisgebraeu, das man mit der zeit richtig lecker findet. natuerlich verschwanden auch unzaehlige kubikliter bier in den schlunden der gaeste und einwohnern. die menschen waren wieder einmal ein absolutes highlight. ausserdem gabs ein stierkampf, ein ungleicher kampf zwischen mensch und tier, und nicht so ungleich wie man das von spanien her kennt, sondern der stier war diesmal der staerkere (und ich zog den kuerzeren!bzw. eine beule nach sich, wer war dafuer schon mal mit einem stier zusammengetuetscht(bitte bei mir melden..)??)

und ja, jetzt bin ich in santa cruz. fast karibisches klima, erinnerungen an cuba werden wach, man isst ungemein (oder eben fuer euch gemein) suesse und leckere fruechte. wo bin ich hier? in bolivien? ich kann es kaum glauben. morgen gehts dann auf ne kleine farm arbeiten, fuer zwei wochen. ich freue mich so richtig.
machts gut.









leche de TIGRE






















das lebendige nachtleben












la paz












la paz
















































die moerderminen




fleiflei




tarabuco, hau den....




tarabuco





na




el toro



el clásico


was gibz heute?





shake-it




























strassenszene, independencia


die ausnahme


psychodeliKa...,



independencia



folklore in independencia

Samstag, 5. Juli 2008

api, auch ein fruehstueck

der facettenreichtum des landes kennt keine grenzen. von uyuni gings ueber potosi nach sucre.
uyuni lohnt sich wegen der unfassbaren natur. man kommt sich wie in einem traum oder film vor. unerklaerbar.
potosi schockte dann. unfassbar zeigte seine haessliche auslegung. die auf ueber 4000 meter gelegene "silberstadt" hat eine bedrueckende, aber interessante geschichte. ueber 200 000 menschen sollen im 17. jahrhundert in der stadt, die am fusse des cerro rico gelegen ist, gelebt haben. damals eine der groessten und reichsten staedte der welt, und das alles wegen dem silberboom. millionen von menschenleben, praktisch ausschliesslich von indigenas, wurden unter tyrannischen, moerderischen bedingungen in den minen ausgeloescht. noch heute wird silber und zinn von den mineros gefoerdert(bzw. das leben derer GEFORDERT) - unter abartigen! konditionen. die (physischen) schmerzen werden ein bisschen durch das ewige kauen von kokablaettern gemildert, alkoholismus (96prozentalk) ist ebenfalls weit verbreitet. zudem wird der tio, der teufel, der wie in den meisten indigenen glaubensrichtungen gut sowie schlecht sein kann, verehrt und mit geschenken guetig gestellt. wen wunderts: auch kinder, der juengste war acht, schufften in den grausigen, feuchtkaltheissen kellern. das kann man nicht in worte fassen.
potosi schuf eine voellig auf die silberausbeutung konzentrierte wirtschaftszone, von der das heutige argentinien, chile, bolivien und suedperu abhaenig waren. zum beispiel das monopol des vertriebs des kokablattes, eine enorme industrie!, oder die ranschaffung von nahrungsmitteln, maultieren, brennstoffen, etc., die dann wie gesagt voellig zusammenbrach.
was heute wie damals sorgen macht ist die abhaengigkeit potosis vom cerro rico. vor 20 jahren gabs ein einbruch des zinnpreises, potosi verwandelte sich in eine geisterstadt.. und in zwanzig 20 jahren wird der berg ausgeblutet sein...es laeuft einem kalt den ruecken herunter, wenn man sitzend auf der sonnigen plaza ueber die geschichte der stadt sinniert. es gaebe noch so viel dazu.
ueber sucre ein ander mal mehr. und allgemein ueber bolivien gibts es noch vielviel zu berrichten, ein stranges land mit menschen mit ebensolchen ansichten. man muss es akzeptieren koennen, es ist oft frustrierend, wenn man es nicht mit humor nehmen kann!
naaaaja

Mittwoch, 2. Juli 2008

mehr!


bolivianische webkunst




aus dem nichts tauchen so weltfremde gesteinsformationen auf.









dat wa wohl nix mit fliin














und das¿




das zugwesen in bolivien




die strange schmuggelstadt...




die katusse, jedes jahr um einen zentimeter hoeher, 900
jahre und mehr!




die surrealen landschaft des salar de uyuni









¿

eindruecke


el cerro de los site colores, im norden von arg




markt in valparaiso, chile




laguna colorada, bolivia




mein geliebtes valpo




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der altiplano







































die proteste gegen die regierung, córdoba









los libertadores, zwischen chile und arg