Mittwoch, 23. April 2008

neue und alte gesCHichteNr

ich muss meine letzte schrift ein wenig korregieren. ja, es stimmt zwar, dass
reiche keinen geschmack haben, und auch menschliche kaelte ist ein weit
verbreitetes phaenomen (nicht wertend), doch meine freunde, die ich
schlussendlich doch noch getroffen habe, holten mich aus einem
ziemlichen stimmungstief heraus, in das ichimmer falle, wenn ein ort,
oder bestimmte menschen mir leid zufuegen.der letzte tag in puerto
varas hat dann auch noch den gigantischen vulkan in seiner ganzen
groesse gezeigt, ein sonnenuntergang, bei dem man der sonne ihr
verschwinden verzeihen kann, mit der ganzen farbenpalette..
ein anderes glueckliches ereignis: es gibt fuer mich und euch wieder
fotos, die technik wollte es so, die gewalt und die technik sind eben
ein lustiges paar..tausend mal liebkosen nuetzt nichts, dreimal fest
aufs gehauese gehauen schon viel mehr..
ich schaffe es doch langsam, dem sueden zu entkommen, ich bin in
valdivia angelangt.eine universitaetsstadt, viele, viele junge menschen
tummeln sich hier in den strassen,eine an sich gemuetliche stadt,
mit gutem bier. kunstmann, eine hinterlassenschaftder deutschen
einwanderer, die um 1850 den sueden zu kolonisieren begannen. der
ganze sueden ist voll von deutschen namen, viele lustige nachnamen
vor allem.verwundern tuts dann aber doch ein bisschen, wenn ein
almacén, ein kleiner kiosk,den namen oerlikon traegt!
chile ist ein aussergewoehnliches land, was ureinwohner anbelangt.
die mapuche sind der einzige stamm suedamerikas, der es geschafft
hat, den kolonisten wirklich paroli zu bieten!! ein mapuche-staat
konnte sogar eingerichtet werden, der sich fast 250 jahre halten
konnte, was betraechtlich ist, wenn man nur schon den technischen
unterschied der mittel mit einbezieht. valdivia wurde unter anderem
mehrmals plattgewaelzt.
wieder so richtig fotografieren zu koennen tut gut. es ist eine schoene
form, sich an dinge zu erinnern.
der sueden braucht viel zeit, meine freunde hier brauchen zeit, vor
allem aber ich,weil ich weiss, dass es kein so schnelles wiedersehen gibt.
machts gut!

die faehre, die container erinnern an unsere
autostopp-odysee

puerto natales, die schoenen farben

das haesslichste haus, das ich gefunden habe..

puerto natales

die fasttitanicstelle

die schlafkajuetten, bzw. das panorama..

the russian, the pengpengpenguin, und der heilige thomas

salz-und suesswasser, land, nebel





das vorspiel des fischefuetterns, ja, auch der
ubermuetige beat wurde seekrank. scheiss golfo de penas..

fischmarkt, valdivia

das fort an der flussmuendung des calle-calle

das eben gute bier

navimag

puerto natales

puerto natales

Samstag, 19. April 2008

lob an die enttaeuschung

wo bin ich nur gelandet? ein freund von mir wohnt hier, mein subjekt
meines aufenthalts. aber nun zum eigentlichen thema. immer waehrend
meiner reise hat es so gewisse ortschaften gegegeben, die ich nicht
mochte, sei es nun esquel, rada tilly oder rio gallegos..
puerto varas ist mein neuer anwaerter fuer den schloss-preis (SCHLimmster
Ort SuedamerikaS)..ja ich weiss, es braucht ein wenig vorstellungsvermoegen.
auf jeden fall..
menschliche kaelte, unaesthetik. ein gewisses desinteresse an der welt loeste
diese stadt in mir aus. was geschieht zum beispiel, wenn man zwei
in sich schon widerspruechliche dinge miteinander kreuzt=
oder kreuzigt, kommt jetzt auch nicht mehr so drauf an, worauf ich hinaus will
(ist kein jesusquadrat.. )man nehme zum beispiel ein schnabeltier und ein papagei,
jeweils:ein halber biber, eine haelfte ente, ein halber schlaffzungigermatrose
und ein 50%vogel. 4plus4? richtig.achtung!!
das kaff hat so wenig sinn wie die uebersetzung!wahre geschichte! der worte
eines wahren helden der neueren geschichte: man koennte ihn stolz JOSEF, oder besser:
unseren JOSEF darwin nennen. auf der insel chiloe steht ein denkmal. schon
das wort in sich selbst besitzt eine kalte ironie..da erklaert nun dieser
verehrte held doch nun wirklich (auf englisch, original) die hierzulande ansaessigen ureinwohner
fuer die haesslichste rasse der welt und bekommt dann glatt eine saubere
uebersetzung (auf spanisch) dafuer, worauf erklaert wird, wie sehr dieser doch
die liebenswuerdige bevoelkerung schaetze uns so kotzuebel weiter.
man zweifelt dann schon sehr am lonley planet reisefuehrer..

Mittwoch, 16. April 2008

Montag, 14. April 2008

wind+wind

ja.es ist wieder einmal zeit, von meinen erlebnissen zu erzaehlen.wo war ich beim letzten mal mit erzaehlen stehen geblieben?ach ja, punta arenas, die sandspitze.so viel erlebnisse seit da.die thomas-alex aera hat nun auch ein ende gefunden, es war schoen mit ihnen zusammen zu reisen, ich stehe nun wieder auf meinen eigenen beinen, muss wieder an alles selbst denken, die tage sind laenger alleine, man erlebt andere dinge, die natur spuert und sieht man intensiver, es hat seine vor- und nachteile.
ganz alleine bin ich zwar auch nicht, puerto montt, der hafen, an dem ich vor einer woche ankam, ist der erste ort, den ich schon von frueher kannte.es ist gut zurueckzukommen, ein gefuehl von heimat, ich fuehle mich manchmal um zwei jahre zurueckversetzt, meine ganzen erfahrungen und erlebnisse, die ich waehrend dem austausch gemacht habe, kommen mir wieder in den sinn.
aber nun der reihe nach.nach punta arenas, der suedlichsten stadt chiles, gings weiter nach puerto natales.ein umschlagsplatz fuer touristenfleisch, VIEL kohle laesst man da liegen.beruehmt ist die stadt und die gegend fuer ihre atemberaubende natur.eine weitere touristische (amok)aktion neben dem zweiten besuch der pinguine war der perito moreno gletscher in calafate, in argentinien, den wir von natales aus besuchten.gigantische eismassen, eingebettet in einen lengawald, suedbuchen auf deutsch, die ihre wahre schoenheit jetzt im herbst preis geben, in gelb-orange-rot-toenen.der gletscher ist wirklich beeindruckend!!
torres del paine, der wahrscheinlich beruehmteste nationalpark chiles, befindet sich eine busstunde noerdlich der niedlichen hafenstadt, deren strassen farbige haeuser zieren und ein gemuetliches ambiente laedt zum bleiben ein.das licht, die abendstimmungen faszinieren!der nationalpark ist zurecht so beruehmt, ja, leider.aber es ist die beste zeit, jetzt in der nebensaison, den park zu erkunden.wir hatten auch super glueck mit dem wetter!purer sonnenschein, ja fast, und das in einer umgebung, in der das wetter so unstabil ist.der grey-gletscher fand ich fast noch beeindruckender als der in calafate.ganz alleine neben einem ungetuem aus eis, das schon so viele jahrhunderte ueberlebt hat (und das wir jetzt am toeten sind..) die vielen neuen gerueche hier sind auch ganz spannend.
der sueden chiles kann nur auf drei arten erreicht werden: mit dem flugzeug, via argeninien per bus oder aber mit dem schiff.und genau so verliessen wir den suedlichen zipfel, mit einer faehre, die uns nach puerto montt brachte.schoen so durch fjorde zu tuckern, seeloewen zuzuschauen, die wirklich unberuehrten waelder zu bestaunen, mich vom wind auf dem deck wegblasen zu lassen.ja, patagonien ist allgemein sehr windreich.krass sind auch die landschaftlichen unterschiede zwischen chile und argentinien.das kommt daher, dass sich die wolken, die ganze feuchtigkeit, die vom pazifik her kommt, an den anden auf der chilenischen seite leeren.
ich muss weiter, hab die zeit voellig vergessen, der bus nach cucao wartet..