ushuaia haben wir hinter uns gelassen.die identifikation hier unten mit den begriffen wie patagonia oder tierra del fuego ist so stark, vor allem auch weil argentinien und chile sich die stueckchen, bzw. diese zwei riesigen teile land teilen muessen.tierra del fuego war bis vor 20 jahren noch ein niemandsland, mit dem gas und dem tourismus gehts rasant vorwaerts, und das wird auch von der regierung unterstuezt, ganz feuerland ist von steuern befreit, um investoren anzulocken.wir sind in punta arenas, einer farbigen stadt an der magellanstrasse angekommen, jetzt auf der chilenischen seiten.ich liebe chile, ein gefuehl von heimat.im supermarkt, in den strassen, die menschen, und vor allem die sprache. alles weckt so viel erinnerung.ushuaia war zu touristisch um laenger zu bleiben, aber die pinguine waren ganz grosses kino!!umbedingt sehenswert.patschig, sehen ungeschickt aus, sinds aber nicht.am liebsten haette ich einen eingepackt.die ganze geschichte der indigenas ist auch sehr spannend.wie sie gelebt haben und so weiter.sie lebten zum beispiel nackt und rieben sich mit fett ein, weil kleider eh nichts nutzten, weil immer feucht.und das feuer hueteten sie ueberall wo sie hingingen mit aeusserster sorgfalt.sogar auf dem boot.daher auch der name feuerland.aber mit der kolonisierung wurden sie richtiggehend ausgerotten, und das haesslichste daran ist, heute schlagen sie mit dem tourismus noch profit aus ihnen..ach, ich kann nicht mehr schreiben, obwohls noch so viel gaebe..dafuer jetzt mal paar farbenreiche eindruecke seht selbst.
Montag, 24. März 2008
Samstag, 22. März 2008
mundo del fin del mundo
jess. nach fuenf tagen, dreizehn autos oder besser lkw`s und rund 2200km weiter suedlich bin ich endlich in ushuaia, dem ende der welt angekommen. die ueber fahrt ueber die magellanstrasse mit dem camionero war berauschend, und ich fand gleich raus woher der name tierra del fuego kommt. oder woher er heute kommen koennte. auf der insel wurde gas gefunden, das wird abgezapft oder -gebaut, wie auch immer und dessen reste werden in riesigen feuern verbrannt. ein unvergessliches schauspiel, nachts so durch das weite land, in einem 40-toenner zu brettern und dabei die tiefhaengenden, von den feuern beleuchteten, rot bis orange schimmernden wolken zu bestaunen. feuerland kann man in zwei teile gliedern, im norden liegt ein weite, gruen-gelbe steppe, auf der eine vielzahl von guanacos, den spuckenden, lamaaehnlichen viechern weiden. weiter suedlich befindet sich eine grosse waldlandschaft, an der sich eine vielzahl von bibern zu schaffen macht. diese viecher sind eine wahre plage. einerseits faellen sie eine unzahl von baeumen und andererseits stauen diese schlauen ingenieure den fluss auf, sodass die einen baeume an wassermangel, die anderen -ueberfluss absterben..man kriegt sogar ein paar pesos, wenn man diese nager abknallt. und dann sind noch diese aetzenden kaninchen, die einem immer vor die fuesse springen und dann doch gefitzt genug sind, um niht im ofen zu landen. man macht sich schon ein bisschen zum affen, wenn man sich daran versucht...ich muss weg. pinguine sehen. bis ein ander mal.
Montag, 17. März 2008
haciendo dedo
brrr!!langsam wirds bei mir frostig. und bei euch tauts.bin in rio gallegos, eine typische stadt hier im sueden. man merkt, sie haben wenigstens versucht sich muehe zu geben. aber irgendwie sehen die staedte einfach mehr wie irgendeine ausgeburt von mutter chaos und vater unschoenheit. falls es dieses wort ueberhaupt gibt..diese staedte sind in den letzen jahren so unglaublich gewachsen, es ist fruehling hier unten was wachstum jedweder art betrifft. voellig unkontrolliert, auch die menschen kommen von ueberall. wild zusammengewuerfelt. bin momentan mit zwei deutschen, alex und thomas, am trampen. ein wahres abenteuer. sind von el bolsón, dieser magischen idylle in den bergen, am letzten donnerstag zusammen losgezogen. meistens trennen wir uns und machen ein naechstes ziel ab. so zu dritt hat man wenig glueck. funktioniert recht gut das ganze. von el bolsón sind wir ueber esquel nach tecka gelangt. jaa!TECKA. nein, nicht etwa eine russische automarke, sondern ein dorf mitten in der patagonischen pampa. und so richtig in der pampa. mit campen und dem ganzen drum und dran. hab nur so ne biwakhuelle, dafuer seh ich dann jeweils die sterne, viele sterne. der naechste tag war ne odyssee. da kann homer einpacken. es ist immer eine berg- und talfahrt. das gluecksgefuehl, wenn du mitgenommen wirst. dem anhaltenden auto hinterherspringen. und dann wieder das lange warten, das entlangbalancieren am abgrund der verzweiflung. man braucht geduld, viel geduld, aber man lernt dabei auch die interessantesten menschen kennen. es ist immer so beim trampen: wenn du am wenigsten daran denkst, mitgenommen zu werden, halten die autos, oder besser die lastwagen. bin bis jetzt naemlich schon von mehr camions mitgenommen worden, als von autos. wo war ich stehengelblieben?ach ja: am abend lag ich dann doch noch, bzw. am morgen frueh, gluecklich in einem bett, ich lud mich gleich selbst bei so m typen zu hause ein, weil ich nicht wusste wo hin um diese uhrzeit. und das klappte! ich koennte noch so viel erzaehlen. das dorf hiess comodoro rivadavia. comodoro ist auch kein fleck, dem man mehr als ein kurzer stopp widmen moechte. der reisefuehrer zieht ziemlich ueber die stadt her. hier soll sich die haesslichste kathedrale der welt befinden. und sie liegen mit dieser einschaetzung so richtig. eigentlich ist diese beschreibung noch nett. diese ganze zone, vor allem auch das nahegelegene rada tilly, ein bonzenkaff mit einem doch akzeptablen campingplatz, haben sich der haesslichkeit verschrieben. es scheint, diese patentieren zu wollen oder so, die asthetik dieser staedte ist zum verzweifeln. wilder stilmix. kanadische blockhaeuser reihen sich neben marokanische moscheen. und das beste ist eine ultrahaessliche, moderne burg. so nachgebaut. jede sandburg am strand ist schoener. hier unten ist es, was stil und aesthetik anbelangt ein niemandsland. niemandsland ist ein gutes wort. die pampa ist so oede. aber mir gefaellt diese weite, diese unendliche weite. ein spezieller fleck dieses patagonien. ach ja, bevor ichs vergesse: endlich fand ich das salzwasser, nach einer so langen zeit und ich konnte baden (und dabei auch frieren..)..
Dienstag, 11. März 2008
Donnerstag, 6. März 2008
ich weiss gar nicht wo anfangen mit erzaehlen.habe mich schon seit einiger zeit nicht mehr gemolden, alles wird langsam rarer, und so auch das internet.man denkt auch weniger ans schreiben.auch fotos werden seltener.bin im gesamten fast drei wochen in buenos aires rumgehangen.mir gefiel die stadt und alles drum und dran, aber irgendwie brauchte ich auch wieder mal ein bisschen abstand.jeden tag fiesta macht einen muede.mich zumindest.und irgendwie ist ein hostel fuer laengere zeit auch keine loesung.man trifft staendig leute,menschen, mit denen man sich gut versteht, und sie gehen einfach wieder.zwischenmenschlich ist das nicht das beste, auf dauer finde ich das einfach ein bisschen anstrengend.man kann sich in buenos aires ja auch ueberhaupt nicht abschotten.deshalb habe ich beschlossen aufzubrechen, gen sueden, richtung patagonien, richtung tierra del fuego, a conocer el mundo del fin del mundo.es war eine gute entscheidung nach suedamerika zu kommen.das verbindende element ist die sprache, el castellano.langsam habe ichs besser im griff mit den vielen sprachen. spanisch, deutsch, englisch und jetzt auch noch franzoesisch.manchmal kollabiert mein hirn einfach und mein kopf sagt dann einfach nein zu allem.aber dafuer gibts auch ein argentisches geheimrezept:mate.ein kraeutertee, den man stundenlang schluerfen kann.die meisten argentinier tragen mate und eine thermosflasche auf sich, den ganzen tag, auch im sommer…nun, wo bin ich ueberhaupt¿das habe ich mich manchmal auch gefragt.nach dieser langen zeit buenos aires bin ich in richtung neuquén gereist, wollte da eine freundin aus chile treffen.war nichts und so ging ich gleich weiter richtung san carlos de bariloche.aber die landschaft waerend der fahrt durch die pampa war das pure gegenteil zu buenos aires.nicht, keine menschen, ausser einem praechtigen farbenmeer und der einsamen landstrasse.ich glaube der himmel in argentinien ist doch ein klein bisschen groesser als in der schweiz…bariloche hat mir ueberhaupt nicht gefallen.blieb da nur zwei tage.die landschaft hier unten ist wunderschoen, erinnert aber stark an die schweiz.natuerlich viel weitlaeufiger.seit gut einer woche habe ich mich in el bolsón, einem kleinen hippiekaff, niedergelassen.den weg hierher habe ich per autostopp gefunden.man lernt dabei die lustigsten menschen kennen…das beste wetter, leicht baumelnde haengematten, unendlich viele, einsame pfade durch die unberuehrte natur, ein gutes buch, leckeres essen.was will man mehr¿es gibt nicht viele dinge, die einem fehlen.es ist so gemuetlich hier.ausser natuerlich nachts in den bergen.habt ihr schon jemals angst vor einem puma gehabt¿ich auch nicht wirklich, aber die alte frau, die eine der berghuetten bewirtschaftete, versuchte allen furcht einzufloessen.so ein frieden da oben.die stille, die einsamkeit und die sterne beeindruckten mich am meisten.
schreib ein ander mal mehr.das internet ist sooo langsam…ich kann weder denken noch schreiben, wenn ich zur selben zeit im see baden koennte.was ich auch bald tun werde.aetsch!!

schreib ein ander mal mehr.das internet ist sooo langsam…ich kann weder denken noch schreiben, wenn ich zur selben zeit im see baden koennte.was ich auch bald tun werde.aetsch!!
mondfinsternis,oder zumindest der anfang davon,
in buenos aires
patagonia,
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