Montag, 17. März 2008

haciendo dedo

brrr!!langsam wirds bei mir frostig. und bei euch tauts.bin in rio gallegos, eine typische stadt hier im sueden. man merkt, sie haben wenigstens versucht sich muehe zu geben. aber irgendwie sehen die staedte einfach mehr wie irgendeine ausgeburt von mutter chaos und vater unschoenheit. falls es dieses wort ueberhaupt gibt..diese staedte sind in den letzen jahren so unglaublich gewachsen, es ist fruehling hier unten was wachstum jedweder art betrifft. voellig unkontrolliert, auch die menschen kommen von ueberall. wild zusammengewuerfelt. bin momentan mit zwei deutschen, alex und thomas, am trampen. ein wahres abenteuer. sind von el bolsón, dieser magischen idylle in den bergen, am letzten donnerstag zusammen losgezogen. meistens trennen wir uns und machen ein naechstes ziel ab. so zu dritt hat man wenig glueck. funktioniert recht gut das ganze. von el bolsón sind wir ueber esquel nach tecka gelangt. jaa!TECKA. nein, nicht etwa eine russische automarke, sondern ein dorf mitten in der patagonischen pampa. und so richtig in der pampa. mit campen und dem ganzen drum und dran. hab nur so ne biwakhuelle, dafuer seh ich dann jeweils die sterne, viele sterne. der naechste tag war ne odyssee. da kann homer einpacken. es ist immer eine berg- und talfahrt. das gluecksgefuehl, wenn du mitgenommen wirst. dem anhaltenden auto hinterherspringen. und dann wieder das lange warten, das entlangbalancieren am abgrund der verzweiflung. man braucht geduld, viel geduld, aber man lernt dabei auch die interessantesten menschen kennen. es ist immer so beim trampen: wenn du am wenigsten daran denkst, mitgenommen zu werden, halten die autos, oder besser die lastwagen. bin bis jetzt naemlich schon von mehr camions mitgenommen worden, als von autos. wo war ich stehengelblieben?ach ja: am abend lag ich dann doch noch, bzw. am morgen frueh, gluecklich in einem bett, ich lud mich gleich selbst bei so m typen zu hause ein, weil ich nicht wusste wo hin um diese uhrzeit. und das klappte! ich koennte noch so viel erzaehlen. das dorf hiess comodoro rivadavia. comodoro ist auch kein fleck, dem man mehr als ein kurzer stopp widmen moechte. der reisefuehrer zieht ziemlich ueber die stadt her. hier soll sich die haesslichste kathedrale der welt befinden. und sie liegen mit dieser einschaetzung so richtig. eigentlich ist diese beschreibung noch nett. diese ganze zone, vor allem auch das nahegelegene rada tilly, ein bonzenkaff mit einem doch akzeptablen campingplatz, haben sich der haesslichkeit verschrieben. es scheint, diese patentieren zu wollen oder so, die asthetik dieser staedte ist zum verzweifeln. wilder stilmix. kanadische blockhaeuser reihen sich neben marokanische moscheen. und das beste ist eine ultrahaessliche, moderne burg. so nachgebaut. jede sandburg am strand ist schoener. hier unten ist es, was stil und aesthetik anbelangt ein niemandsland. niemandsland ist ein gutes wort. die pampa ist so oede. aber mir gefaellt diese weite, diese unendliche weite. ein spezieller fleck dieses patagonien. ach ja, bevor ichs vergesse: endlich fand ich das salzwasser, nach einer so langen zeit und ich konnte baden (und dabei auch frieren..)..

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